Geschichte und Gegenwart einer Schmalspurbahn in Siebenbürgen

Herzlich willkommen auf die-wusch.de! Diese private Internetseite widmet sich sowohl der Historie der Schmalspurbahn „Wusch“ in Siebenbürgen/Rumänien als auch dem aktuellen Projekt zur Reaktivierung durch die „Asociația Prietenii Mocăniței“ (APM, dt. „Verein der Freunde der Schmalspurbahn“). Ziel ist es, die Wusch im gesamten deutschsprachigen Raum bekannter zu machen.

Einst führte die Wusch von Sighișoara (Schäßburg) über Agnita (Agnetheln) durch das Harbachtal nach Sibiu (Hermannstadt). Zudem entstand eine Nebenstrecke nach Vurpăr (Burgberg). Die Wusch war 2001 die letzte Schmalspurstrecke der rumänischen Staatsbahn CFR. Der Abschnitt zwischen Cornățel (Harbachsdorf) und Hosman (Holzmengen) konnte inzwischen wieder betriebsbereit hergerichtet werden.

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Technik trifft Kultur

Gebaut worden ist das Streckennetz der Wusch noch zur ungarischen Zeit Siebenbürgens, was die für die Donaumonarchie so typische Spurweite von 760 mm erklärt. Lange fuhren auf der Wusch urige Dampflokomotiven aus der Anfangszeit. Die Schmalspurbahn verband wichtige Zentren der deutschsprachigen Siebenbürger Sachsen, denen sie den Spitznamen „Wusch“ verdankt. In jüngerer Vergangenheit hat sich außerdem die Bezeichnung „Harbachtalbahn“ verbreitet.

Zu den ungarischen Anfängen der Wusch in der Rubrik „Historisches“.

Landschaft mit Charme

Entlang des Streckenverlaufs der Wusch zeugen zahlreiche „sächsische“ Kirchenburgen von der etwa 800-jährigen Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung Siebenbürgens. Ebenso sehenswert sind die beiden mittelalterlichen Städte von Sibiu und Sighișoara. Die lieblich gewellte Landschaft im Karpatenbogen lädt auch Naturfreunde zum Besuch ein.

Zur Darstellung des Streckenverlaufs mit Übersichtskarte.

Eisenbahn als Lebensader

Die Wusch war der Anschluss einer Region Siebenbürgens an die sprichwörtlich „große, weite Welt“. Rasch wurde sie zur Lebensader des Landstriches, den sie durchzog.

Zwischen Sighișoara und Agnita ist die Strecke jedoch schon lange abgebaut. Von Sibiu nach Agnita fuhren 2001 die letzten Schmalspurzüge der rumänischen Staatsbahn. Hier bemühen sich freiwillige Helferinnen und Helfer, junge Rumäninnen und Rumänen mit internationaler Unterstützung, um eine Reaktivierung der Schmalspurstrecke.

Wie bereits zum Zeitpunkt ihres Baus soll die Schmalspurbahn (wieder) zur Entwicklung des Harbachtals beitragen.

Zur Vorstellung des Neubeginns der Bahn in der Rubrik „Reaktivierung“.

Reaktivierung trotz Hindernissen

Trotz so mancher Schwierigkeit wurden erste Abschnitte der Wusch instandgesetzt. Die gelegentlichen Sonderfahrten auf der Schmalspurbahn und weitere Aktivitäten rund um die Wusch erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – auch wenn derzeit (Anfang 2020) leider kein Zugverkehr auf der Wusch möglich ist. Die „Asociația Prietenii Mocăniței“ wartet auf neue Genehmigungen der rumänischen Behörden.

Schon jetzt hat die Schmalspurbahn durch das Harbachtal viele Menschen in ihren Bann gezogen. Und es bleibt zu hoffen, dass es noch mehr werden. Möge diese Website ihren Teil dazu beitragen.